Persönliches Anliegen

Fern ab vom Thema Huf möchte ich meinen Internetauftritt gern für ein persönliches Anliegen verwenden.

In letzter Zeit wurden Berichte im ARD, RBB und der Zeit laut, welche eine kleine und junge Bewegung stark kritisierten, namentlich bezeichnet durch „Anastasia-Bewegung“, bezugnehmend auf die „Anastasia-Bücher.“

Zur Erläuterung: In der sog. „Anastasia-Bewegung“ sind Menschen aktiv, die sich, meiner Auffassung nach, ehrlich und liebevoll darum bemühen, eine Lebensweise zu gestalten, welche unsere wertvolle Erde ökologisch erhalten kann, sowie Lösungen für Formen des Miteinanders anstreben, die mir aus sozialer Sicht sinnvoller und menschlicher erscheinen, als das gegenwärtig geprägte und prägende Zusammenleben in vielen Dorfgemeinden und Städten.
Konkret beruft sich die Lebensweise auf das Leben auf einem Stück Land, mit Obst-, Gemüse- und Zier- Garten, Misch-Wald, Wasserflächen, ökologischer Bauweise, wesensgemäße Tierhaltung, Kompostierung und eigene Aufarbeitung von Abfallprodukten (Kompostklo, Pflanzenkläranlagen, Kompost und Humusbildung etc), sowie Erzeugung autarker Energien und Rohstoffe (Solar, Windkraft, Brennholz etc), dies im Rahmen eines Mehr-Generationen-Wirkens und in sich unterstützender Gemeinschaft, dadurch eine ganzheitliche Möglichkeit für ein erfülltes Leben in der Familie.
Diese Bestrebungen klingen sehr groß – sind sie auch. Sie umzusetzen bedeutet u.a.: Zugriff auf finanzielle Mittel, genug verfügbare Zeit und jahrezehntelange Unbeirrbarkeit – somit stetiges Vorangehen nach dem Motto:
„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt!“ (Mahatma Gandhi)

Nicht alle Ziele können sofort umgesetzt werden, doch jeder Schritt in diese Richtung ist von hohem Wert, wenn wir den Blick richten auf all die uns bekannten und erschreckenden öko-sozialen Problematiken, Krisen und Katastrophen.
Es geht also um Erkennen und danach gerichtetes Handeln.
Dies betrifft jeden Menschen und jede Familie als kleinste Einheit jedes Systems, mit seiner Art zu leben, denn dies bildet einen Staat, eine Gesellschaft, eine Welt; nicht anders herum!
Darum ist wahrscheinlich auch die Bezeichnung „Bewegung“ viel zu klein, da es um viel mehr geht, als in einer Bewegung oder Initiative zu sein und dementsprechende Dinge zu vertreten, sondern um grundsätzliche Fragen über das Leben auf diesem Planeten. (Doch bietet eine „Bewegung“ sicher auch Vorteile, das am Rande.)

Ich bin selbst von den Gedanken, Zielen und Visionen einer ökologisch und menschlich wertvollen Lebensweise inspiriert und der Auffassung, dass die kritisierten oder eher diffamierten Bücher, sehr wichtige, klare und schöne Gedanken enthalten; praktische, kommunale Lösungen für akute Probleme anbieten, so wie es ebenso Publikationen vieler anderer weit-denkender Autoren tun!

Ich zähle mich zwar nicht zur „Szene“ um die Anastasia-Bücher, würde mich jedoch auch nicht davon abgrenzen, da mir keine menschen-feindliche Gesinnung durch die Bücher bekannt ist.
Ich würde von mir an dieser Stelle gern sagen, dass ich mich zu keiner Szene zähle, außer zu der Szene, wie die Kamille auf dem Beet mit Humus-Boden neben den Tomaten wächst, wie Singdrossel und der Zaunkönig im Haselstrauch ihr Lied singen, wie der Wind die  Eichen im angrenzenden Wald unseres Gartens bewegt, wie ich hinaus fahre, um Pferden und deren Menschen mehr Natürlichkeit zu schenken, wie der Hund mit unserem falbenfarbenen Pferd spielt, wie ich mit meinem Gefährten ein Leben im Einssein mit der Natur, in Drei-Generationen-Dasein, sowie in Gemeinschaft teils lebe, ersinne und dies – jeden Tag – weiter aufbaue.
Die Anastasia-Bücher gaben mir auf meinem Weg wertvolle Erkenntnisse, auch viele Menschen, die ich traf, schenkten mir diese.

Das zusammengefasste Fazit aus den Berichten ist, dass diese Bewegung anti-semitisch, rechts-radikal und sektiererisch sei.
Wer sich wirklich mit den Büchern und vielen Menschen, welche sie lesen, beschäftigt, der sollte, meiner Meinung nach, erkennen, dass viele Aussagen in der Berichterstattung nicht haltbar sind.

„Selbst ohne die Bücher je gelesen zu haben, kann jeder, der logisch denken kann, sehen, dass es sich beim Vorwurf des Anti-Semitismus um eine glatte Lüge handelt! Warum? Schon allein wegen der Tatsache, dass alle 10 Bände in Israel offiziell auf Hebräisch publiziert sind und dort von begeisterten, jüdischen Lesern, gelesen werden! Sind Juden nun selbst zu Anti-Semiten geworden? Jeder, der ernsthaft glaubt, in Israel und unter Juden würden Bücher mit anti-semitischem Gedankengut Verbreitung und Begeisterung finden, sollte sich genauer informieren! “ (von Stefan Veda)

Ich selbst lehne jede Form anti-semitischer, rechts-radikaler, dogmatischer, ausgrenzender oder allgemeinen menschenfeindlicher Gesinnung ab.
Aber genauso auch Formen von Links-extremismus, kapitalistisch-ausbeuterischen Wirtschaftens, Lobbyistentum, welcher Schädigungen und Zerstörung an Menschen, Tieren, Pflanzen und Boden begeht. DAS sind unsere eigentlichen Probleme.
Nicht kleine Menschengruppen, die ihren Boden selbst bestellen.
Wie in vielen Bewegungen, Gruppierungen… gibt es Aussagen von Menschen, welche sich ihrer zugehörig fühlen, mit denen der Großteil der anderen „Interessensverwandten“ nicht mitgehen können. Dies ist sicher auch hier der Fall und auch ich gehe nicht mit jeder an die Öffentlichkeit gedrungenen Aussage mit.
Doch dies lässt sich definitiv nicht auf das Gesamtbild beziehen!
Viele der Menschen, die ich durch die Anastasia-Bücher kennen lernte, haben ein hohes Heimat-Bewusstsein, streben ein gutes, friedsames, ökologisches Leben für sich und ihre Lieben an, wollen voran gehen und Vorbild sein für eine Lebensweise, die besser funktionieren kann, als unsere jetzige.
(Und ein hohes Heimatbewusstsein ist alles andere als rechts, sondern gilt, wie ich finde, als eines der Grundfeste menschlichen Lebens überhaupt!)

Wer nun nach den herabwürdigenden Berichten denkt, über „Anastasia-Leser“ oder über die ortsansässigen Gruppen, von welchen „berichtet“ wurde, Bescheid zu wissen, der nehme vor erst persönlichen Kontakt auf, informiere sich fern ab von Massenmedien und mache sich sein eigenes Bild!

Unsinnige Verunglimpfungen wertvoller Ideen geschahen in der Geschichte schon oft. Ängste und Dissonanzen werden hier nur allzu leicht geschürt.
Doch dennoch möge jeder in seiner eigenen Macht bleiben, für sich zu denken und zu fühlen; dadurch erkennen, was wahr ist und was nicht.

„Wenn eine Idee einer Gruppe oder Kultur auf gewaltigen Widerstand stößt, so liegt das entweder daran, dass es eine unglaublich schlechte oder eine unglaublich gute Idee ist.“

Die Artikel, um welche es geht, zur Gegenüberstellung:

https://www.torial.com/paul-jonas.hildebrandt/portfolio/433032

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/05/anastasia-brandenburg-interview-silvio-duwe.html

Eine sehr gute Auseinandersetzung zum ersten Artikel von Stefan Veda:

https://www.loveproductions.org/zeit-artikel-11-lügen-entlarvt/
Sowie ein offener Brief, der, wie ich finde, einige Fragen klärt:

https://www.loveproductions.org/2018/06/08/offener-brief-an-alle-kritiker-der-anastasia-bzw-familienlandsitz-bewegung/

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Wer sind wir und was bedeutet Heimat?
Antworten früher Gegenwartslyriker und Naturalisten Ausgang 19. Jahrhundert:

Heimat – Friedrich Schnack

Hier kocht der Wein, hier winkt ein gutes Haus,
Hier steht die Wolke silberweiß im Wind,
Der Hirte führt dich in sein blaues Tal hinaus,
Wo die Gesichte deiner Jugend sind.

Hier braust dein Quell, hier brennt dein dunkler Dorn,
Der Seelenfalter wiegt sich durch die Luft,
Die Au ergrünt, du schlürfst der Halde Duft,
Hier stößt die Fabel in ihr goldnes Horn

Verhalten trieft das Harz, ein Vogel schreit,
Die Stille küsst dich mit dem Sonnenmund,
Von gelben Schätzen gleißt der Doldengrund,
Gerät und Kunde alter, wunderbarer Zeit.

Die schwarzen Burgen stehen hoch im Licht,
Voll Trunkenheit, bespielt von großem Blau,
Aus tiefen Fenstern neigt sich ein Gesicht,
Vernarbt von Abenteuern, seltsam aschengrau.

Froh rollt ein Wagen auf glückhafter Fahrt,
Die grünen Berge öffnen ihre Tore weit
Und atmen kühl aus Steinversunkenheit
Und Wasser schweigen – tief und traumbewahrt.

Heimat – Hans Franck

Und ließest du die Heimat auch,
weltwärts gewendet das Gesicht,
kannst scheiden Dich von Baum und Strauch,
Von deiner Heimat nicht.

Sie ist von dir so sehr ein Teil,
Wie Mutter, Vater, Weib und Kind,
Die nicht von dir geschieden weil,
sie fortgegangen sind.

Vertriebest du aus deinem Tag
Herzlos die Heimat Stück für Stück,
Bei Nacht in deines Herzens Schlag,
kehrt sie als Traum zurück.

Wenn einstmals auf dem bittern Bett
Der Tod dich hinnimmt Glied nach Glied,
Vor seinem klappernden Skelett
Das Leben schaudernd flieht

Sie ist in deinem letzten Hauch,
Ist in dem Blick, der dir zerbricht
Denn ließest du die Heimat auch,
Die Heimat lässt dich nicht.

Lebensrausch – Franz Mahlke

Ich liebe das Zittern der blauen Luft
Ich liebe den herben Waldblumenduft
Ich liebe den funkelnden Morgentau
Und das flüchtigste Fleckchen Himmelsblau,
Die Kornfelder, bunt von Blumen durchwirrt,
Der Vogel, der jubelnd zu Neste schwirrt,
Die träumenden Binsen am blanken See,
Die goldene Biene auf rotem Klee;
Ich liebe die Gründe rosendurchglüht,
Im blühenden Wipfeln das Vogellied.
Ich liebe den grünen Käfer im Sand
Und des Schmetterlings samtenes Flügelband
Die blaue Libelle im braunen Ried
Und den Schatten, der scheu vorüberflieht
Ich liebe das Singen der Einsamkeit
Und meertiefe Nächte sternüberschneit –
Ich trinke mich satt aus Farbe und Klang
Und falte die Hände zu stillem Dank,
Was bin ich? – ich lausche ins eigene Sein:
Selbst eine Blume von Farben durchglüht,
Oder auf Gottes Laute ein Lied.

Nicht Geld  – Fritz Woike, 1918

Nicht Geld und Macht und Waffen
bannen die Not
Nicht allein unsere Hände schaffen
Das Morgenrot

Nicht eher kommt auf Erden
Die neue Zeit
Eh‘ wir nicht Menschen werden
Voll Ewigkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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